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22. September 2020

Besondere Belastung wird anerkannt

Pressemitteilung von ver.di vom 06.04.2020

ver.di und der Arbeitgeberverband BVAP haben sich auf einen Tarifvertrag fr eine Corona-Sonderprmie von 1.500 € in der Pflegebranche geeinigt. Die Allgemeinverbindlichkeit wird beantragt.

Am Wochenende haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) auf Eckpunkte eines Tarifvertrages fr eine Sonderprmie aufgrund der besonderen Belastung der Beschftigten in der stationren Langzeitpflege und der ambulanten Pflege in der Corona-Krise geeinigt. Beschftigte in Vollzeit erhalten danach mit dem Juli-Gehalt eine Sonderprmie von 1.500 Euro, Teilzeitbeschftigte einen Anteil entsprechend ihren tatschlich geleisteten Stunden. Die Prmie soll an Pflegefachkrfte, Pflegehilfskrfte und Pflegeleitungen gezahlt werden. Auch Alltagsbegleiterinnen und -begleiter, Betreuungskrfte und Assistenzkrfte sind einbezogen. Hierbei haben sich die Tarifvertragsparteien am Geltungsbereich des Pflegemindestlohnes orientiert. Auszubildende in der Pflege sollen eine Prmie von 900 Euro erhalten.

Sylvia Bhler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, betont: „Wir wollen, dass die Pflegekrfte in der Altenpflege eine Prmie bekommen, unabhngig davon, ob sie einen Tarifvertrag haben oder nicht. Deshalb werden wir beantragen, dass der Tarifvertrag fr allgemeinverbindlich erklrt wird und alle Arbeitgeber diese Prmie zahlen mssen – auch die kommerziellen Anbieter, die faire Lhne fr die verantwortungsvolle Arbeit in der Pflege verweigern.“

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