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15. Juni 2019

Newsletter - Nr.6

 
 

DiAG MAV im Erzbistum Paderborn

Newsletter – Nr. 6

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

was das Wetter betrifft ist die heiße Zeit vorbei, bezogen auf die Arbeit der DiAG und der MAVen vor Ort geht es dagegen wieder richtig zur Sache. Die Beratungsanfragen lassen jedenfalls nicht nach: Ob es sich um die Mitbestimmung bei Dienstplänen und Arbeitszeiten handelt, um das Vorgehen gegen Arbeitsüberlastung oder Mobbing, um Freistellung oder Kostenerstattung für die MAV-Arbeit, ob es um die Nutzung von Smartphones und den dienstlichen Datenschutz oder aber um die Organisation von Neuwahlen geht – meistens steckt mehr dahinter als eine kurze Nachfrage. Wir tun unser Bestes, denn Dingen nachzukommen. Für die eine oder andere Verzögerung – gerade während der Ferienzeit – bitten wir um Verständnis. Jetzt wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen in den MAVen Mut und Erfolg für die kommenden Herausforderungen!

 

Regionaltreffen und unterwegs

Vom 17. bis 27. September findet die nächste Runde der Regionaltreffen statt. Die genauen Termin- und Ortsangaben findet Ihr auf unserer Internetseite. Thema sind dieses Mal die Beteiligungsrechte nach § 27-38 MAVO. Jedes MAV-Mitglied kann teilnehmen. Wie immer gibt es genügend Raum für den gegenseitigen Informationsaustausch und kollegiale Beratung.

In Vorbereitung ist auch ein neues unterwegs. Es wird noch in der ersten Septemberhälfte verschickt.

 

Tag der MAVen im Mai 2019

Manches muss langfristig vorbereitet werden, so auch der nächste Tag der MAVen. Der Termin steht jetzt fest: 13. Mai 2019. Vormerken!!! Der Termin markiert einerseits die Mitte der Amtszeit und andererseits das dreißigjährige Bestehen der DiAG MAV im Erzbistum Paderborn. Verraten sei auch bereits der Titel der Veranstaltung: „Ist das Kunst oder kann das weg? – Mitbestimmung bei Kirche und Caritas“.

 

Schlichtungsstellenausschuss

Im letzten Newsletter haben wir die Namen der zehn neuen Beisitzenden in der AVR-Schlichtungsstelle genannt. Auf Anregung aus diesem Kreis hat der Vorstand beschlossen den Schlichtungsstellenausschuss wiederzubeleben. Das bietet vor allem den neuen Beisitzenden Gelegenheit, sich gemeinsam in diese wichtige Aufgabe einzuarbeiten. In Kürze ergeht die erste Einladung. Ansprechpartner und Koordinator ist Oliver Beuth.

 

Kirchliches Arbeitsgericht Paderborn

In naher Zukunft werden folgende Streitthemen in öffentlicher Sitzung verhandelt.

Am 11. September geht es um:

 

XIII/18 Arbeitszeit durch Dienstplan (Zustimmungsersetzung)

 

Mitarbeitervertretung Haus Pauline von Mallinckrodt, Paderborn

gegen

Verein katholischer Altenhilfeeinrichtungen im Erzbistum Paderborn e.V., Hamm

10:00 Uhr, Raum 2, Konrad-Martin Haus, Domplatz 15, Paderborn

 

XII/18 Eingruppierung (Zustimmungsersetzung)

 

Mitarbeitervertretung der Klinikum Arnsberg GmbH, Arnsberg

gegen

Klinikum Arnsberg GmbH, Arnsberg

11:30 Uhr, Raum 2, Konrad-Martin Haus, Domplatz 15, Paderborn

 

Sind wechselnde Einsatzorte okay?

Die Flexibilisierung schreitet munter voran. Das betrifft nicht nur die Schichtzeiten, sondern auch den konkreten Einsatzort der einzelnen Kolleginnen und Kollegen. Immer häufiger werden sie in mehreren Einrichtungen - nach MAVO - eingesetzt, z.B. eine Zeitlang in der stationären Pflege, dann wieder in der ambulanten Pflege einer Sozialstation, die vom gleichen Träger betrieben wird. Aber ist das wirklich gedeckt durch das Direktionsrecht, über Zeit, Art und Ort der Arbeitsleistung einseitig bestimmen zu können? Die MAVen sollten unbedingt auf die Grenzen dieses Rechts achten und die Kolleginnen und Kollegen informieren: Das Nachweisgesetz verlangt in § 2 Nr. 4, dass der Arbeitsort im einzelnen Arbeitsvertrag konkret benannt wird. Daran ist der Dienstgeber gebunden. Wechselnde Arbeitsorte sind nur rechtens, wenn bereits im Arbeitsvertrag darauf hingewiesen ist.

Die MAVen sollten darauf besehen, dass ihnen der vorgesehene Einsatzort vor jeder Einstellung schriftlich mitgeteilt wird. Das ausdrückliche Recht auf diese Info ergibt sich aus § 34 Abs. 3 der neuen MAVO. Bei späterer Abordnung oder Versetzung gilt das volle Zustimmungsrecht nach § 35. Hinzu kommen die tariflichen Auflagen nach § 9 AVR AT oder § 11 KAVO.

Die derzeit munter praktizierte Wechselei ist nach den uns vorliegenden Informationen jedenfalls häufig nicht okay.